SoSe 2011

Feminismen

Mittwoch, 13.07.2011 um 20:00 Uhr
in P12 (Philosophicum)

Gegenstand des Vortrages ist die Geschichte der Frauenbewegung einerseits und andererseits die Entwicklung des Feminismus bis heute. Dabei werden vor allen Dingen die politischen Rahmenbedingungen beleuchtet, etwa die die Protestbewegungen in den sechziger und siebziger Jahren, die trotz ihres emanzipativen Anspruchs in patriarchalen Strukturen organisiert waren. Eingebettet war die damalige Diskussion in ein marxistisches Theoriegebäude, das um die Komponente des Widerspruchs zwischen den Geschlechtern und die damit verbundene Unterdrückung der Frau erweitert werden sollte. Im weiteren Verlauf der Debatte kristallisierten sich verschiedene Strömungen und Abweichungen heraus – wie etwa der Ökofeminismus – die den Geschlechterantagonismus aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten und den Blick darauf schärften. Es ist heute nicht mehr nur die marxistische Theorie, die das theoretische Fundament des Feminismus bildet sondern eine ganze Ansammlung postmoderner, queer- und gendertheoretischer Überlegungen. Als festes Denkgebäude in vielen Bereichen der Gesellschaft inzwischen verankert, stellt sich die Frage, welches emanzipative Potential der Feminismus hatte und hat, wie er es entfalten kann und wie er in die gesellschaftlichen Kämpfe um Gerechtigkeit– theoretisch und praktisch – eingebunden werden kann.
Im Anschluss an den Vortrag wird es natürlich die Möglichkeit zur gemeinsamen Diskussion geben.

„Ihr Pleite-Griechen“ – Filmvorführung: Debt0cracy

Dienstag, 12.07.2011 um 20:00 Uhr
in P5 (Philosophicum)

Die Griechen und Griechinnen sind Opfer der Spekulationen diverser Finanzmarktakteure geworden. In Griechenland zeigen sich die Folgen der Finanzkrise bzw. der nicht unternommenen Regulierung. Zudem wird deutlich sichtbar wie Staatsschulden als Herrschaftsinstrument eingesetzt werden.
Während die deutsche Regierung über Monate Lösungsansätze verschleppt oder überhaupt nicht in Betracht zieht, findet in den Medien eine rassistische Hetzkampagne statt. Die Exportstrategie Deutschlands und ihre Auswirkungen auf die anderen EU-Staaten werden dabei nicht diskutiert.
Gleichzeitig setzt die griechische Regierung mit Rückendeckung der EU und dem IWF ein massives Sparprogramm durch. Sogar der Verkauf von Inseln wurde ernsthaft in Betracht gezogen, reiche Abnehmer finden sich ja genug. Anscheinend soll Griechenland durch das Spardiktat einer „Schocktherapie“ (i.S.v. Naomi Klein) unterzogen werden, um die neoliberale Agenda der Privatisierung, Deregulierung und Flexibilisierung fortzuführen, welche mitverantwortlich ist für die hohe Staatsverschuldung. Business as usual also, wenn da nicht die griechische Bevölkerung wäre, die mit unglaublichem Engagement und Beharrlichkeit, die Proteste gegen die Herrschenden fortsetzt. Im Rahmen dieser Protestbewegung entstand der Dokumentarfilm „Debtocracy“.

 

Die Atompolitik der BRD

Mittwoch, 26.01.2011 um 18:00 Uhr
in Hs 16 (Eingang Forum 7)

Spaltet die Atomkraft die Gesellschaft?
Eine Veranstaltung über die Atompolitik in
Deutschland und die Proteste gegen eben diese und
wo das im real existierenden Kapitalismus zu
verorten ist. Außerdem den sog. „Atomkonsens“ mit
Grünen und SPD und wie es zu der kürzlich
beschlossenen Laufzeitverlängerung kam. Was kann
man daraus lernen und wie kommt man da wieder
raus?

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