Archiv

Posts Tagged ‘Uni; Wahlen;’

SDS Mainz wählen – Liste 4 wählen!

Wir treten zur Wahl des Studierendenparlamentes an, als Liste 4 und haben folgenden Beitrag für die Wahlzeitung eingereicht:
SDSWahlzeitung

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:

Die Wahlen zum Senat und zu den Fachbereichsräten

Der SDS Mainz tritt zu den Senats- und Fachbereichsratswahlen am 14. und 15. Januar 2014 nicht an, da sich die Erfolgsaussichten für eine kleine linke Gruppe, bei nur acht studentischen Sitzen von dreiundvierzig Sitzen im Senat insgesamt, sehr stark in Grenzen hält. Wir möchten hier aber über die Wahlen informieren und einen Aufruf, besonders zu den Wahlen der Fachbereichsräte lancieren.

Neben der studentischen Selbstverwaltung gibt es noch die akademische, also die der ganzen Universität. In dieser sind zwar alle Statusgruppen der Uni vertreten, allerdings nicht mit den gleichen Rechten und Möglichkeiten. Die Gruppe der ProfessorInnen hat dort immerzu die Mehrheit und kann gewissermaßen nach Belieben, ganz gemäß ihrer eigenen Standesinteressen, die Universität gestalten, so sie diese Möglichkeiten noch nicht vollends, der gesellschaftlichen Entwicklung sei Dank, an die “unternehmerische Leitung” der Hochschule, d.h. den Präsidenten und seinem Stab, übertragen musste.

Vor diesem gleich doppelt undemokratischen Hintergrund zeigt sich damit die Schwierigkeit studentischen Engagements in der akademischen Selbstverwaltung. Im fortlaufenden Betrieb ist es als studentisches Mitglied kaum möglich die Beschäftigung mit studentischen Themen zu erzwingen oder gar Veränderungen erfolgreich durchzusetzen. Das erfordert immerzu den Druck von außen und eine breite Mobilisierung.

Dieser restriktive Rahmen begrenzt die Möglichkeiten im Senat natürlich erheblich. Im Vordergrund unserer politischen Arbeit steht deshalb die Veränderung und Demokratisierung der gegebenen Strukturen. Dies ist aber nicht von heute auf morgen zu erreichen weshalb wir zum jetzigen Zeitpunkt die Wahl studentischer VertreterInnen empfehlen, welche die aktuellen politischen Entscheidungsprozesse transparent und öffentlich machen. Notwendig wäre dafür nicht einmal Wahlprogramm voller wohlklingender, aber im Endeffekt nicht umsetzbarer Versprechen, sondern nur eine Positionierung für eine Offenlegung aller universitätsinternen Vorgänge, Debatten, Beschlüsse und Pläne – so z.B. im Rahmen des universitären Haushalts oder bezüglich der Stellen- und Mittelverteilung innerhalb der Universität.

Zwar sind uns als Studierende keine ernsthaften Einflussmöglichkeiten auf den universitären Kurs im Rahmen der akademischen Selbstverwaltung gegeben, aber dennoch empfehlen wir euch euer begrenztes Mitspracherecht zu nutzen um zumindest universitäre Debatten anzuregen und diese auch außerhalb der Gremien in der Studierendenschaft bekannt zu machen. Dabei liegt unser politischer Fokus neben der bereits angesprochenen Stärkung der studentischen demokratischen Mitwirkungsrechte vor allem auch um Diskussionen über die zukünftige Entwicklung der Universität, über die Verankerung einer Zivilklausel, d.h. eine Verpflichtung der Universität auf die Beendigung zivil-militärischer Zusammenarbeit, über eine aktivere Rolle der Universität zur Erhöhung der Grundfinanzierung, also die leistungsunabhängige Finanzierung durch öffentliche Mittel, sowie über eine umfassende Kritik bei der Orientierung auf Drittmittel.

Elementares Arbeitsfeld ist aber gerade auch eine umfassende Kritik und öffentliche Thematisierung der Verbindungen von Universität und der kapitalistisch organisierten Wirtschaft und deren Beeinflussung von Forschung und Lehre. Diese reicht von der Unterstützung des unwissenschaftlichen CHE-Rankings (https://sdsmainz.wordpress.com/2013/01/11/das-che-ranking/), bis hin zu Mitfinanzierung von Einrichtungen, sei es durch die Universität oder durch Landesmittel, die sich jenseits der Kontrolle (halb-)demokratischer Gremien befinden, so wie das „Institut für molekulare Biologie“, das vom Chemiekonzern Boehringer-Ingelheim bzw. dessen „Stiftung“ kontrolliert wird. .

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: