Antwort des SDS auf AStA Anfrage (am 24.10.11)

Antwort des SDS Mainz auf die Einladung des Referats für Politische Bildung am 24.10.11

(Einladung unten angefügt)

Liebe Referent_innen für Politische Bildung,

generell freuen wir uns über das Bestreben und das Angebot, hochschulgruppen- und fraktionsübergreifend zu arbeiten. Eure Anfrage überrascht uns besonders vor dem Hintergrund, dass der anfragende Referent sich bislang nur abfällig und ungefragt über unsere Gruppe und unsere Mitglieder geäußert hat. Auch eure scheinbare Kehrtwende bezüglich des Allgemeinpolitischen Mandats sehen wir durchaus positiv.

Die nun geplante Veranstaltungsreihe erscheint uns jedoch vollkommen konzeptlos. Eine Diskussion so weitreichender Themen, welche in kurzen Abständen an jeweils nur einem Abend pro Thema vorgesehen ist, kann nichts anderes als oberflächlich bleiben.

Eine anspruchsvolle Veranstaltung, deren Mehrwert für Besucher_innen über dem Wissen, was Vertreter_innen verschiedener Hochschulgruppen so ganz allgemein zu einem Thema zu sagen haben liegt, setzt eine intensivere Beschäftigung des Referats selbst mit dem Thema voraus, als dies bei einem so kurzen zeitlichen Abstand der Veranstaltungen möglich sein kann. Dass dies nicht geschehen ist, macht ein Blick auf die geplanten Veranstaltungsthemen deutlich. So fänden wir eine kritische Auseinandersetzung mit der Extremismustheorie anstelle einer Veranstaltung zum „Linksextremismus“ wünschenswert.

So drängt sich der Eindruck auf, dass bei der Konzeption der Reihe die einfache und wenig zeitintensive Organisation möglichst vieler Veranstaltungen zu Lasten der Qualität im Vordergrund stand.

Abgesehen von der Konzeption finden wir den angedachten Termin ungeschickt. Veranstaltungen, welche die politischen Hochschulgruppen einbeziehen sollen, sollten sich nicht mit dem Studierendenparlament überschneiden, da eine möglichst hohe Teilnahme an selbigem erschwert würde.

SDS Mainz

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Hier nun die Einladung seitens des AStA:

Liebe Hochschulgruppen,
Im Namen des Referates für politische Bildung seid ihr mit einen Vertreter_in herzlichst zu unserer neuen Veranstaltung eingeladen.
Da richtige Bildung möglichst politisch unabhängig geschehen soll und politische Bildung eben Parteien- und Meinungsübergreifend agieren soll, ist eine Veranstaltungsreihe geplant bei der man hauptsächlich mit den Verschiedenen Hochschulgruppen und ggf. Referaten arbeiten soll.
Dies soll in Form von offenen Gesprächen stattfinden, sodass jeder Studi sich eine freie Meinung bilden kann.
Bei diesen Veranstaltungen haben die HSGs die Möglichkeit durch eine_n Vertreter_in ihre These/Antithese in einem Thema argumentativ zu belegen, natürlich soweit Ihnen das Thema interessiert.
Die Veranstaltungsreihe ist für jeden Mittwoch geplant ab 9. November bis zum 14. Dezember und vom 11. Januar bis Semesterende.
Die Themen worüber gesprochen wird sind uA
– Rechtsextremismus in der Uni
– Burschenschaften
– Linksextremismus in der Uni
– Nationalismus in Europa und der Welt
– Feminismusbewegung heute
– Gendern
– Frauenförderung
– Tierversuche in der Uni
Die ersten vier Themen liegen für die vier Novemberwochen fest. Die anderen werden noch ausgebaut.
Ich würde mich sehr über eure Teilnahme freuen, ganz besonders über die HSGs die weinig bis gar keine StuPa-Mandate beziehen.
Wenn ihr Interesse habt mitzumachen schickt mir ein Logo eurer Gruppe (für die Flyer) und wenn möglichst auch den/der Vertreter_in euer HSG.
Im Weiteren Verlauf werde ich euch den Raum nennen indem das Ganze stattfinden soll (sobald mir die Uni einen Raum zu diesem Zwecke zur Verfügung stellt).


Ich hoffe auf eine angenehme Zusammenarbeit.

Mit politisch bildende Grüße
*Name des/der Referent_in*
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