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Archive for the ‘Veranstaltungen’ Category

Veranstaltung: Griechenland – Auswege aus der Krise?

Wir unterstützen gemeinsam mit Linkswärts e.V. , der DFG-VK Mainzattac Mainz und dem DGB Rheinhessen-Nahe am 18. Februar die Rundreise von Thanos Contargyris, Mitglied in der griechischen Wahrheitskomission, der uns aktuelles zu den Auswirkungen der Krise und der Umsetzung der Memoranden in Griechenland, den Verhandlungen über die Schulden mit der griechischen Regierung und von den Forderungen der sozialen Bewegungen berichten wird.

Weitere Informationen findet ihr unter: http://griechenlandsoli.com/2016/01/22/rundreise-zur-wahrheitskommission-14-bis-19-februar-2016/

 

StopAusterity

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Kategorien:News, Veranstaltungen

Die Exzellenzinitiative

2017 möchte die JGU wohl wieder versuchen in die Exzellenzinitiatve einsteigen – wir sehen nicht nur die Bewerbung dieser Universität kritisch, sondern die Initiative als Ganzes. Wie viel besser wäre es auch, wenn die Hochschulen ausreichend ausfinanziert wären? Daher unsere herzliche Einladung zu einer Veranstaltung über die Exzellenzinitiative mit Torsten Bultmann, dem politischen Geschäftsführer des BdWi und einem, der sich mit den Hochschulen der Bundesrepublik seit Jahrzehnten intensiv beschäftigt.

PlakatExzellenz

Die Exzellenzinitiative – Ungleichheit als Bildungsziel
Im Frühjahr 2012 wurde die höchste Form „leistungsbasierter“ Mittelvergabe an der Uni Mainz angestrebt – daran erinnern immer noch verschiedene über den Campus verteilte Stelen. Mit großem Tamtam und einer wohl sechsstelligen Summe wurde die Begehung durch das nationale Auswahlkomitee begangen. Dabei wurde eine, in der Form durchaus überraschende, Scheinbeteiligung von (natürlich nur geladenen) Mitgliedern der Universität inszeniert. Der Präsident als „CEO“, als Chef des Unternehmens JoGu-Uni, hat in einem wundervoll illuminierten Hörsaal RW1 voller fleißiger Claqueure auf die Frage der Jury nach dem Besonderen der JoGu-Uni sichtlich beseelt geantwortet, dass es das „what we call here the Gutenberg Spirit“ sei. 
Nachdem es dieser Spirit nicht ins Devotionaliengeschäft geschafft hat, redet davon heute niemand mehr. Aber bereits 2012, im Angesicht dieser demokratischer Prinzipien höhnenden Show, kam keine Kritik von Seiten der gewählten Vertretung der Studierendenschaft auf – damals wie heute ist der CDU-nahe RCDS Teil der AStA-tragenden Koalition. Damit einher geht eine mangelnde Fähigkeit Kritik auszuüben. „Pecunia non olet“ (Geld stinkt nicht) scheint da höchstes Leit- und Orientierungsprinzip zu sein. Dem mag man punktuell in Anbetracht der massiven strukturellen Unterfinanzierung der Hochschulen Recht geben und so verbitten sich die Parteigänger der Exzellenzinitiative jegliche Kritik an einem zusätzlichen Happen Geld. Und hätte die Uni Mainz doch noch gewonnen, so wäre ja doch nur eine, mit fragwürdigen Methoden bemessene, „wissenschaftliche Spitzenleistung“ als Monstranz spazieren getragen worden. 
Aber dahinter steckt natürlich mehr als ein nie erreichter Geldsegen: bereits die Begrifflichkeit Exzellenzinitiative wurde als Ersatz für das deutlichere „Elitenförderung“ gewählt. Die neoliberal gewendete SPD hat diesen Ausdruck konstruiert, um auch in Deutschland „Eliteuniversitäten wie Harvard“ zu schaffen. Die Exzellenzuni steht somit als ein Gegenbegriff zur Massenuniversität da, die, auch wenn seit den 80ern kontinuierlich bekämpft, als Ziel die Verwirklichung des Rechts auf Bildung für alle – ungeachtet ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft – versprach. Natürlich wurde das niemals eingehalten, auch wenn der Anteil an ArbeiterInnenkindern schon einmal höher lag als heutzutage. Vor diesem ideologischen Hintergrund der ganzen Initiative, wird dabei auch die (Aus-)Wahlmethode deutlich. Man bezieht sich auf irgendwelche Leistungsrankings, auf Publikationszahlen und dergleichen wenig qualitätsorientierte Merkmale mehr. Eigentlich, womöglich wäre das ein Stückchen ehrlicher, könnte man gleich sagen, man möchte die Hochschullandschaft nach dem Matthäus-Prinzip umgestalten: 
„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ (Mt 25,29)
Auf die bestehenden Prinzipien der gegenwärtigen Hochschul(unter-)finanzierung angewandt kann man auch sagen, dass die Exzellenzinitiative quasi die Krone der Drittmittelförderung sei. Ausgelobt wird sie vom größten und wichtigsten Drittmittelgeber Deutschlands der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG). Wenn man bei dem Schlagwort „Drittmittel“ zunächst die privaten Firmen im Sinne hat, die sich maßgeschneiderte Lehrstühle und Forschungsergebnisse kaufen – gerade könnte man auf einen VW-Lehrstuhl zur Abgasforschung gespannt sein – dann hat man sicherlich die offensichtlichere die Forschung beeinflussende Seite dieser Gelder vor Augen. Dabei gibt es aber keine (!)  „guten“ Drittmittel, auch nicht von staatlichen Gesellschaften, da auch diese immer sehr selektiv verteilt werden. Und die zusätzlichen Exzellenzgelder wurden und werden wenig überraschend analog zu den bereits verteilten Drittmitteln vergeben
Die Maßstäbe ähneln dabei einem Zirkelschluss: Drittmittel-relevante Leistung muss schließlich erst in der entsprechenden Form produziert werden können (erfahrungsgemäß stören dabei die Lehre und damit die ganzen Studierenden aufgrund eines gewissen Zeitbedarfs erheblich) um mehr Drittmittel-relevante Leistungen erbringen zu können. Umso unzulänglicher aber die Finanzierung der Hochschulen in Gänze ist, umso schwieriger ist es in dieses System zu kommen. Die Gräben dieser finanziellen Mehrausstattung sind dabei nicht nur zwischen Elite- und Normaluniversitäten, sondern auch innerhalb der Universitäten. Selbst die Münchner Uni (absolute Spitze bei den Drittmitteln) lässt in ihren Geisteswissenschaften die Studierenden und Beschäftigten darben: auf 1000 Studierende in der Ethnologie kamen drei Professuren. Ähnliche Disparitäten gibt es natürlich auch in Mainz und anderswo. Gut ausfinanzierte sog. „Naturwissenschaften“, die auch mal ein neues Gebäude gezahlt bekommen – marode Bauten, zu wenige und zu kleine Räume, zu wenige Professuren, prekär beschäftigte Dozierende usw. gerade bei Geistes- und Sozialwissenschaften. 
Es führt also kein Weg an einer besseren Grundausstattung der Universitäten vorbei – aber anstatt über die eigene Universität durch eine Teilnahme am Exzellenzwettbewerb die Elitenförderung zu beschleunigen, sollten diese Maßnahmen boykottiert werden. Ein egalitäres System der Hochschulen in Deutschland lässt Bildung vergleichbar bleiben, lässt möglichst vielen Menschen Zugang zur Universität haben und sorgt schließlich für vergleichbare Arbeitsbedingungen für die dort Beschäftigten. Und sicher, man spart zumindest einige Zeit- und Geldressourcen an der Universität, die man für sinnigere Projekte verwenden könnte. 
Wenn also die Exzellenzinitiative, eine Boykott unserer Uni könnte dabei helfen, endlich ein Ende fände, dann könnten Steuergelder die in Drittmittel gehen sollen zur Aufstockung der Grundausstattung der Universitäten verwendet werden. Dann haben alle Studierenden und Lehrenden gleichermaßen etwas davon.

SDS-Kino: Lauffeuer. Ein Film über den Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa am 02. Mai 2015.

Odessa_Flyer

Kategorien:News, Veranstaltungen

Welche Rolle spielte der Staat?

Wir möchten Euch auf die folgende Veranstaltung der VVN-BdA Mainz (Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der AntifaschistInnen) und des DGB am Freitag dem 24. Oktober um 19 Uhr im DGB-Haus (seit Anfang des Jahres nach Julius Lehlbach, ehemaliger Landesvorsitzender des DGB von ’65 bis ’86, benannt) hinweisen, in der von Seiten des a.i.d.a. (antifaschistische informations-, dokumentations- und archivstelle münchen / http://www.aida-archiv.de/) mit den Erkenntnissen aus einem Jahr NSU-Prozess berichtet werden wird.

NSU-Veranstaltung

 

Der vollständige Flyer zum Download: veranstaltung-nsu-24-10-2014

Veranstaltung: Freiheit statt Frontex

 

Freiheit statt Frontex – Widerstand und selbstorganisierte Kämpfe gegen das EU-Grenzregime

Frontex steht für die Militarisierung und Externalisierung (Vorverlagerung) der Migrationspolitik. Und die Tragödie vor Lampedusa am 3. Oktober 2013 belegt einmal mehr, dass das Sterbenlassen auf See Teil einer Abschreckungsstrategie gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen ist.

Der Vortrag ist eine Bilderreise entlang der EU-Außengrenze und dokumentiert nicht nur die verschiedenen Frontex-Einsätze sondern immer auch den vielfältigen Kampf um Bewegungsfreiheit.
Mittwoch, 18. Dezember 2013, 19:30 Uhr, Rathaus Mainz, Jockel-Fuchs-Platz 1, Valencia-Zimmer

Referent: Hagen Kopp, „Kein Mensch ist illegal“ (Hanau)

 

freiheit statt frontex

 

Kategorien:News, Veranstaltungen

SDS-Kino: Salvador Allende

allende2

 

Kategorien:News, Veranstaltungen

Euroland wird abgebrannt

Wir möchten euch heute gerne zu Vortrag und Diskussion am Mittwoch 29.05. um 16 Uhr im Hörsaal P10 im Philosophicum einladen: Vortrag & Diskussion mit Lucas Zeise, dem Autor des Buches „Euroland wird abgebrannt“.
Die Krise EU-Europas und der Euro-Währungsunion hat sich schlimmer und radikaler entwickelt, als selbst Pessimisten angenommen hatten. Lucas Zeise gibt dem Überleben des Euro keine Chance mehr. Er erklärt, warum dessen auf die Interessen der deutschen Unternehmen zugeschnittene Konstruktion diese katastrophale Entwicklung geradezu herausgefordert hat. Das Diktat der Finanzmärkte über die Politik war gewollt, ebenso wie der Wettbewerb der Staaten um die Gunst des großen Geldes. Kein Wunder, dass die globale Finanzkrise sich im Europa des Euro besonders verheerend auswirkt. Zeise liefert einen knappen Wegweiser durch die Etappen der Finanz-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise Eurolands und begründet, weshalb die Rettung aus der Misere weder aus einem neuen Spardiktat der deutschen Regierung noch der Regierungsübernahme durch die Europäische Zentralbank bestehen kann.

 

 

Kategorien:News, Veranstaltungen